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Meine Zeit in Argentinien!

Meine Zeit in Argentinien!

Hallo, mein Name ist Maria. Als „waschechte“ Eichsfelderin bin ich in Ecklingerode, der Heimatgemeinde von Pfarrer Streicher, aufgewachsen. Nach meiner 4-jährigen Ausbildung zur Erzieherin absolviere ich zur Zeit einen Freiwilligendienst bei den Salesianern Don Boscos in Argentinien. Die Arbeit der Salesianer hat weltweit viele Gesichter.

Ob sie benachteiligten Kindern eine Schulbildung, Jugendlichen eine Ausbildung ermöglichen oder in Wohnheimen Lehrlingen ein Zuhause geben. Sie sind da zur Stelle, wo junge Menschen besondere Hilfe benötigen. Seit September unterstütze ich eine dieser Einrichtungen in Villa Regina/Zentralargentinien.

Im Tal des Rio Negro gelegen, gehört diese Region landschaftlich zum argentinischen Teil Patagoniens. Es ist eine der ärmsten Provinzen des Landes, da hier weder Bodenschätze noch Rinderzucht für Lohn und Brot sorgen.

Seit Anfang September ist Villa Regina meine neue Heimat. Diese 4 Monate waren schon sehr ereignisreich, jenseits meiner Vorstellungskraft. Dennoch versuche ich mich auf das wichtigste zu konzentrieren, meine Arbeit in den Einrichtungen der Don Bosco – Salesianer. Mehrere Häuser werden von Ihnen in Villa Regina betrieben. Wir betreuen Kinder und Jugendliche, die sozial vernachlässigt sind. Manche Familien können es sich nicht leisten, Ihre Kinder zu versorgen, andere Familien wiederum haben Probleme mit Alkohol oder die Erziehungsberechtigten sitzen im Gefängnis.

Mein Tag beginnt im „Niño Jesus“.

Das ist das Heim für die Jungs zwischen 6 und 13 Jahren. Insgesamt leben dort 37 Jungen. Während es für 10-jährige und älter schon morgens in die Schule geht, heißt es für die jüngeren erstmal Hausaufgaben machen. Dabei komme ich ins Spiel, von 9:30 – 12 Uhr helfe ich bei der Hausaufgabenbetreuung. Einfache Matheaufgaben (Division, Addition, Multiplikation, Subtraktion), Schreibschrift üben, Wörter und Zahlen und einiges mehr gehören zu meinen Aufgabengebieten. Wir sorgen auch dafür, dass die Schulmaterialien der Jungs vollständig und in Ordnung sind. Mappen müssen mit allem wichtigen ausgestattet sein, die Schuluniform hat sauber zu sein, etc.

Danach ist erstmal Mittagspause angesagt, bevor es für mich um 13:30 Uhr weiter ins Oratorio geht. Das Oratorio liegt etwas abgeschiedener, in einem ärmlichen Viertel, namens Sauce. Hier gibt es einen Treffpunkt für Jugendliche jeder Altersgruppe. Um die Jugendlichen vor der Flucht in den Alkoholismus oder Kriminalität zu bewahren, werden vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten geboten. Trainingseinheiten für Handball, Trommelunterricht, Bastelangebote. Oder einfach Fußball zocken in der großen Halle nebenan, die aber eher einer Scheune ähnelt. An manchen Tagen stehen auch Gesellschaftsspiele auf dem Programm. Uno ist besonders beliebt. Gegen 16:00 Uhr versammeln wir uns alle gemeinsam zum Merienda (vergleichbar mit dem deutschen „Kaffee trinken“) und im Oratorio schließen sich so langsam die Pforten. Nachdem alles wieder aufgeräumt wurde, mache ich mich auf den Weg ins San José.

San José ist das Heim der jüngeren Mädchen

In dieser Einrichtung leben Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren. Hier verbringe ich die letzten zwei Stunden meines Arbeitstages. Es gibt keine festen Angebote, Flexibilität und Kreativität sind gefragt. Jeder Tag bringt etwas anderes. Mal malen wir, mal spielen wir Fußball oder „Verstecken“, auch Spiele mit einem Springseil sind sehr beliebt. Auch das Lied „my Pony“ kommt gut an, welches ich während der Vorbereitungsseminare kennenlernte und es den Mädels beigebracht habe. Viele der Kinder stammen aus nicht intakten Familienverhältnissen. Daher genießen sie auch oft die Zeit in der ich mich ganz individuell mit nur einem Kind beschäftige. Bei mehr als 30 Mädchen unter einem Dach ist es jedoch schwierig, jeder einzelnen die alleinige Aufmerksamkeit zu widmen.

Um 20:00 Uhr geht es für mich zurück in die La Residenica. Dort wohnen unterhalb der Woche Mädchen (oder wie man hier sagt Chicas) im Alter von 13-19. Hier habe auch ich meine kleine Wohnung, Schlafzimmer, Bad, kleine Küche. Wenn vor dem Abendessen noch Zeit ist, spielen wir manchmal Volleyball. Meistens gehe ich jedoch der guten Carolina (unserer Köchin) zur Hand. Um 21:00 Uhr essen wir alle gemeinsam zu Abend. Anschließend ist abwaschen, aufräumen und Küche reinigen angesagt.

Wie Sie sehen, sind es lange, mitunter anstrengende Tage in Argentinien. Ich bekomme es jedoch durch Blicke oder Gesten der Kinder und auch der einheimischen Angestellten gedankt. Alle sind hier sehr herzlich und dankbar.

Am Wochenende fahren einige der Kinder und Jugendliche nach Hause. Diejenigen, die aus den verschiedensten Gründen nicht nach Hause können oder dürfen, verbringen auch das Wochenende in den Einrichtungen der Salesianer. Die Jungs bleiben im Niño Jesus, die Mädchen im San José. Jungen und Mädchen werden grundsätzlich getrennt untergebracht.

Für diese lassen sich die Padres der Salesianer Don Boscos jedoch ebenfalls etwas einfallen. So haben wir zum Beispiel einen Wochenend – Ausflug nach Zapalla in die Berge unternommen. Auf den Höhen Patagoniens lag sogar etwas Schnee. Mit einem provisorischen Schlitten (einer Plastiktüte) sind wir den Berg runter gerutscht und hatten jede Menge Spaß.

Demnächst findet bei uns die Quinceañera statt. Als Quinceañera wird der 15. Geburtstag eines Mädchens bezeichnet. Dieser ist etwas ganz besonderes in Argentinien, da er den Übergang vom Mädchen zur Frau symbolisiert. Nicht alle Familien können es sich finanziell leisten, solch ein Fest auszurichten. Daher wird einmal im Jahr von den Salesianern ein großes Fest für alle Chicas, die in dem Jahr 15 geworden sind, organisiert.

In den Sommerferien ist ein weiterer Höhepunkt für die Kinder vorgesehen. Sowohl die Bewohner des Jungenheims, als auch der Mädchenheime unternehmen für jeweils eine Woche einen Ausflug ans Meer. Es gibt also noch viel zu erleben. Neben den Heimen und dem Oratorio betreiben die Salesianer noch eine Don Bosco-Schule im Ort. Zu dieser gehören auch eine Tischlerei und eine Bäckerei, in denen die Schüler nachmittags Beschäftigung finden.  

Des Weiteren findet einmal in der Woche eine Gesprächsrunde für Menschen mit Abhängigkeiten statt.

Die Arbeit der Salesianer Don Boscos ist hier in Villa Regina also sehr vielseitig. Sie helfen wo Sie können und bieten somit insbesondere perspektivlosen Kindern sowie Jugendlichen ein klein bisschen Hoffnung für die Zukunft. Für mich leisten die Menschen hier tolle Arbeit.

Ich würde mich sehr freuen, wenn diese Arbeit nicht nur anerkannt, sondern auch unterstützt wird.

Eine kleine Spende wäre für diese Einrichtungen ein großer Beitrag, um auch weiterhin Kindern und Jugendlichen aus schwierigen Familienverhältnissen schöne Erlebnisse zu ermöglichen. Jeder Cent ist hier von enormer Bedeutung!

Möchten auch Sie die Arbeit der Salesianer Don Boscos in Argentinien unterstützen, lege ich Ihnen das Spendenkonto der Einrichtungen in Villa Regina ans Herz. Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit und Ihr Interesse sagt Maria aus Ecklingerode.

Don Bosco Misson

IBAN: DE89 3705 0198 0000 0994 99

BIC: COLSDE33XXX

Sparkasse Köln Bonn

Verwendungszweck: Maria Bauer – S19VR002

Wenn Sie Ihre Adresse angeben, erhalten Sie auch eine Spendenquittung.

 

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